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Archiv zur KategorieAStA

Fairer Wahlkampf adé

Derzeit finden an der Uni Potsdam u.a. die Wahlen der studentischen Vertreter für das StuPa und die Uni-Gremien statt. Der Wahlkampf befindet sich in seiner heißen Phase.

Wie jedes Jahr gibt es wieder Beschwerden über abgerissene oder überklebte Plakate. Als Beweise für gegenseitige Anschuldigungen werden FotoDokumentationen herangezogen (siehe ab Kommentar 4).

Der AStA kritisiert auf seiner homepage einen Flyer des RCDS, der Finanzer (Jusos) veröffentlicht dort weiterlesen »

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GAL, LUST und RCDS wollen uns 1,50 EUR schenken

237,36 EUR haben wir für dieses Semester an die Uni gezahlt, darin enthalten das Semesterticket sowie 10 EUR an AStA und Fachschaften, die sogenannte Studierendenschaftsgebühr. Zum Sommersemester sollten es ursprünglich 3,75 EUR mehr sein, denn um soviel wird das Semesterticket teurer. Doch die Oppositionslisten GAL, LUST und RCDS wollen uns 1,50 EUR davon erlassen und die Studierendenschaftsgebühr von 10 EUR auf 8,50 EUR senken. Damit müssten wir fürs Sommersemester nicht 241,11 EUR, sondern nur 239,61 EUR bezahlen.

Obwohl ohne Mehrheit im Studierendenparlament, will die Opposition das so durchsetzen: Damit der Semesterbeitrag überhaupt steigen kann, muss ihn das StuPa mit 2/3-Mehrheit, also mit 18 Stimmen beschließen. Davon hat die AStA-Koalition aber nur 15, braucht also Stimmen der Opposition. Die will nur zustimmen, wenn Ihre Forderung enthalten ist.

Setzt sich die Opposition durch, hätten AStA und Fachschaften 30.000 EUR weniger zur Verfügung. Für diese Lücke schlägt die GAL mehrere Einsparungen [pdf] vor, so soll unter anderem eine geplante Stelle im Femarchiv gestrichen und die Fördertopf für Studierendenprojekte von 50.000 auf 30.000 EUR gesenkt werden. Viele dieser Projekte seien in der Vergangenheit nicht studentisch und nicht sinnvoll gewesen. Zudem hätten explodierende Einnahmen insbesondere im letzten Jahr zu hohen Rücklagen von insgesamt 560.000 EUR geführt. Man nehme derzeit mehr Geld ein, als man brauche, so Björn Ruberg (GAL).

AStA-Finanzreferent Thomas Szodruch (Jusos) dagegen hält die Forderung für “blanken Populismus und völlig verantwortungslos“. Die Senkung würde zu einer “kompletten Lähmung der Studierendenschaft” führen. Zwar konnte man im vergangenen Jahr durch unerwartet hohe Zinseinnahmen die Rücklagen enorm erhöhen, das sei aber aufgrund der sich nun entwickelnden Finanzkrise in Zukunft nicht mehr zu erwarten.

Auch die Fachschaften hätten dann fast ein Viertel weniger Geld. Doch selbst AStA-Pressereferent Tamás Blénessy (Linke.SDS) schlug auf der vorletzten StuPa-Sitzung [pdf] vor, deren Mittel zu kürzen:

Die Fachschaften geben ihr Geld nicht aus, das ist ein Skandal, man sollte darüber nachdenken, den Anteil der Fachschaften zu senken. Die Fachschaften haben eine schlechte Finanzverwaltung und schmeißen ihr Geld zum Teil zum Fenster raus.

Dass die Opposition dem Beitrag fürs Sommersemester nur mit ihrer Forderung zustimmen will, nennt Finanzreferent Thomas “Erpressung pur”. Kommt es nämlich zu keinem Beschluss, gilt weiterhin der alte Beitrag und es würden ganze 3,75 EUR pro Student fehlen, insgesamt 75.000 EUR.

Laut GAL könnte man die notfalls aus den finanziellen Rücklagen decken. “Völlig absurd” findet das Thomas. Pressereferent Tamás verweist darauf, dass man die Rücklagen für zukünftige Verpflichtungen aus dem KuZe brauche, die man auch in ungewisser Zukunft mit evtl. weniger als 20.000 Studenten erfüllen müsse.

Daher will der AStA bei keiner Einigung im StuPa eine Urabstimmung im Januar durchführen. Dann könnten alle Potsdamer Studenten über den Beitrag entscheiden. Grundsätzlich fände das auch Björn gut, allerdings sei eine Urabstimmung zeitlich kaum zu schaffen, bevor der Rückmeldezeitraum am 15.1. beginnt.

Die Debatte zum Thema gibt’s auf der kommenden StuPa-Sitzung am Dienstag, den 16. Dezember 2008, ab 18.30 Uhr – diesmal ausnahmsweise im Theatersaal des studentischen Kulturzentrums, Hermann-Elflein-Str. 10.

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Neuer Asta bleibt links

Wie die PNN meldet, wird der neue Asta von nahezu den gleichen Listen gewählt wie der alte. “Kurz vor einer Einigung” stehen:

Damit bleiben alle Listen bei Ihren Koalitionsaussagen von vor der Wahl. Den letzten Asta hatten noch die Idealiste und Wisiwidu mitgewählt, beide sind jedoch dieses Jahr nicht mehr zur Wahl angetreten. Dagegen sind shine.UP und die Fachschaftsliste erstmals im Parlament.

Die neue Koaliton hat damit 15 von 27 Sitzen, einen mehr als die absolute Mehrheit.

Zuvor hatten die Jusos auch erwogen, mit der GAL und der LUST zusammenzuarbeiten. Mit diesen Listen käme man ebenfalls auf 15 Sitze. Aufgrund größerer inhaltlicher Überschneidungen und in Erwartung eines vertrauenvolleren Umgangs miteinander habe man sich aber für die mehrheitlich linken Listen entschieden.

Damit sind in der Opposition:

Der neue Asta soll auf der nächsten Sitzung des Studierendenparlaments am Dienstag, den 2.9. gewählt werden. Alle Potsdamer Studenten dürfen übrigens dabei sein (18.30 Uhr, Neues Palais, Haus 8, Raum 0.59).

Weitere Veröffentlichungen zur neuen Asta-Koalition:

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Wie ein Seminar zu Integrationsfeindlichkeit führte

Als ausländischer Student hat man es oft nicht leicht, es gelten spezielle Regelungen, man muss sie in einer Fremdsprache verstehen und im schlimmsten Fall droht Abschiebung. Deshalb hatte am vergangenen Wochenende der Asta-Referent für Ausländische Studierende ein Seminar zur Beratung dieser Studenten angeboten. Eine gute Sache an sich.

Zumindest fragwürdig sind aber die Umstände des Seminars. Finanziert wurde es aus dem Geldtopf für Studentische Projekte, das sind “Projekte, welche allen Studierenden zugute kommen”. Diesen Geldtopf füllen auch alle Potsdamer Studenten jedes halbe Jahr mit einem Teil ihrer Semestergebühren. 1499 EUR wurden beantragt, bis 1500 EUR darf der Asta allein entscheiden, ohne das StuPa zu fragen.

Davon wurde für 1000 EUR ein Tagungshaus gemietet – statt evtl. Räume im KuZe oder der Uni zu nutzen. In der Teilnahme inbegriffen waren Frühstück und Abendessen für 2 Tage, dennoch wurde kein Teilnehmerbeitrag erhoben.

Insgesamt 29 Teilnehmer wurden angenommen, davon 10 von der Uni Potsdam. Mitarbeiter der Lokalen Erasmus-Initiative (LEI) wurden abgelehnt; der Asta-Referent begründete das damit, dass das Seminar sich nur an Berater richte. Demzufolge beraten also 10 Studenten an der Uni Potsdam ausländische Studenten.

Merkwürdig auch die Informationspolitik: Insgesamt sechs E-Mail-Anfragen über vier Wochen blieben vom Referenten unbeantwortet.

Nachdem die GAL die Umstände des Seminars in einer Pressemitteilung kritisierte, wirft ihr nun der Bund Bundesverband ausländischer Studierender “Instrumentalisierung der ausländischen Studierenden zu Wahlkampfzwecken” und Integrationsfeindlichkeit vor.

Nachtrag 5.8.: Das Archiv der StuPa-Mailingliste ist seit einigen Tagen nicht mehr öffentlich, somit führen die Links zu den sechs E-Mail-Anfragen jetzt ins Leere.

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fzs-Mitgliederversammlung in Potsdam

Am Freitag bis Sonntag fand die 34., außerordentliche Mitgliederversammlung des freien zusammenschlusses von studentInnenschaften (fzs) in Griebnitzsee statt.

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