StuPa-Mailingliste geheim
Das bislang öffentliche Archiv der Mailingliste des Studierendenparlaments ist seit einigen Tagen nur noch für Abonnenten der Liste erreichbar. Somit können nur Stupa- und Asta-Mitglieder darauf zugreifen.
Über das öffentliche Archiv war unter anderem nachvollziehbar gewesen, wie der Asta Nachfragen der Opposition unbeantwortet ließ.
Eine Anfrage an das moderierende Stupa-Präsidium zu den Gründen der Schließung blieb bislang unbeantwortet. Die Protokolle der StuPa-Sitzungen sind aber noch öffentlich.


5. August 2008 @ 20:33
[...] 5.8.: Das Archiv der StuPa-Mailingliste ist seit einigen Tagen nicht mehr öffentlich, somit führen die Links zu den sechs E-Mail-Anfragen jetzt ins [...]
5. August 2008 @ 21:23
Im Folgenden mein Beitrag über die jetzt geschlossene StuPa-Liste mit einem Vorschlag Datenschutz- und Informationsinteressen unter einen Hut zu bringen:
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitlesende,
persönlich habe ich nichts dagegen, dass meine Beiträge der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dennoch ist mir das Grundrecht auf Datenschutz und der Grundsatz des Vertrauensschutzes so heilig, dass ich den Wunsch einzelner, wie denjenigen von Tamás, seine E-mail-Adresse nicht öffentlich zugänglich zu machen, nicht nur respektiere, sondern im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland auch unterstütze!
Zudem ist zu bedenken, dass in dem Archiv auch die Beiträge der letzten Jahre (seit 1998, soweit ich weiß, veröffentlicht wurden). Es kann nicht sein, dass die Beiträge eben dieser, die unter der Annahme der Nichtöffentlichkeit, geschrieben worden sind, veröffentlicht werden. Es ist für mich auch kein Argument, dass dies schon seit 2 Jahren Usus gewesen wäre, da ich nach der Durchsicht der StuPa-Protokolle nicht feststellen konnte, dass dies irgendwann schon mal im StuPa thematisiert worden wäre. Die Veröffentlichung der E-mails ist also klar ohne Wissen der Parlamentarierinnen und Parlamentarier von Seiten zumindest eines der StuPa-Präsidiumsmitglieder geschehen. Dies ist kein guter Stil. Kann nachvollzogen werden, wer hierfür verantwortlich war? Wenn ja, würde ich mir zumindest eine Entschuldigung gegenüber den Betroffenen wünschen!
Um aber auch dem Wunsch nach Tansparenz und einer studentischen Öffentlichkeit gerecht zu werden (und mit den individuellen Datenschutz-Bedürfnissen einzelner Parlamentarierinnen und Parlamentarier vereinbaren zu können), würde ich vorschlagen, in Zukunft zwei StuPa-Verteiler zu benutzen, einen internen (gerne auch den bestehenden Verteiler, u. a. für personenbezogene Informationen des AStA gegenüber dem StuPa) mit allen StuPa-Mitgliedern, den AStA-(Co-)ReferentInnen und einen Verteiler, der den Bedürfnissen der Öffentlichkeit zwischen den Sitzungen (siehe Mail von Jennifer) gerecht werden kann. Technisch wäre dies zwar ein großer Aufwand und es müsste auch noch einiges im StuPa abgeklärt werden. Ausschlaggebener zumindest aus meiner Sicht ist, dass wir auf diese Weise den Schutz individueller Grundrechte mit dem ebenfalls auf unser Grundgesetz zurückzuführende Informationsrecht der Studierendenschaft vereinbaren können! Für dieses Ziel sollten wir, wie ich finde, die absehbaren Anstrengungen eingehen.
Ich hoffe, dass wir zeitnah auf einer der StuPa-Sitzungen darüber sprechen können und zu einer geeigneten Lösung kommen können!
Mit solidarischen Grüßen,
Mathias Kern
(StuPa-Parlamentarier für die Juso-HSG Potsdam)
5. August 2008 @ 21:31
Ich finde es irgendwie traurig, dass gewählte VertreterInnen Angst davor haben, dass die Studierenden ihre Meinungsäußerungen nachlesen können oder ihre E-Mail Adressen geheim halten möchten. Könnte ja sein, dass Studierende auch mal Nachfragen haben.
Das ist keine Transparenz.
Die GAL fordert deshalb, die StuPa-Mailingliste weiterhin öffentlich zugänglich zu lassen.
Das war eine echte Errungenschaft. Nun hat man wiedermal den Eindruck, dass sich gewisse Leute einmauern und vor den Studierenden und demokratischer Kontrolle verstecken wollen. Wirklich sehr schade.
5. August 2008 @ 21:59
Das Archiv sollte mindestens nicht-öffentlich sein, am besten sollte diese Funktion vollständig abgeschaltet werden.
Was soll diese Datensammelwut?
Will man den Personalern Eurer zukünftiger Betriebe die Recherche nach Euren Jugendsünden noch einfacher machen? Müssen die Headhunter jetzt noch nicht mal einen StudiVZ-Account nutzen, um sich ein Bild von Eurer politischen Haltung machen zu können? Und von Euren soft skills?
Es ist kein Wunder, dass keine Aussagen zu Finanzen über die Stupa-Liste gehen, wenn alle Finanzämter der Welt dann lesen könnten, wer für welche Arbeit welches Honorar bekommt. Und ggfs. kann die Band A beim Sommerfest lesen, was die Band B im selben Jahr erhält oder was die Band C im letzten Jahr erhalten hat. Und verhandelt entweder nach oder ist beleidigt.
Finanzen können im AStA-Büro eingesehen werden, aber solange noch die Archivfunktion an ist, sollte es jeder Finanzer schön bleiben lassen, diese Daten elektronisch zu versenden und sie somit möglicherweise weltweit freihand zur Verfügung zu stellen.
Alles andere untergräbt das Vertrauensverhältnis zwischen Vertragspartnern, unterläuft den Datenschutz und macht es den Persönlichkeitsprofilerstellern viel zu leicht.
Ein bißchen mehr Sensibilität im Umgang mit Daten, meine Damen und Herren Politprofis.
Nein, ich bin nicht mehr politisch aktiv in Potsdam. Ich arbeite als Headhunter bei einer Unternehemsberatung.
6. August 2008 @ 16:58
Also entschuldige, aber das ist Blödsinn. Die Protokolle und Beschlüsse jeder StuPa-Sitzung sind online und damit über Google zu finden. Habe das Ganze mal mit meinem eigenen Namen ausprobiert. Dabei habe ich – außer den Protokollen der StuPa-Sitzungen – auch meinen (übrigens vollständigen) Namen in einem Leserbrief von Tamás an die MAZ gefunden.
Anhand der Protokolle kann sich ohnehin jeder ein Bild von der politischen Meinung eines jeden Parlamentariers machen. Denn hat man eins der Protokolle gefunden, findet man auch alle anderen. Insofern kann es bei der Schließung des Archivs darum wohl nicht gehen.
Übrigens ist die Aussage, das Archiv wäre erst in den letzten zwei Jahren zugänglich gewesen, nicht bewiesen sondern lediglich eine Behauptung einzelner Parlamentarier. Ebenso wie die Aussage, die damaligen Mitglieder des StuPa hätten alle Mails in der Annahme geschrieben, das alles sei nicht-öffentlich.
Wie wäre es denn damit: Die Studenten der Uni Potsdam sollen ja nun unbestritten das Recht haben, ihre gewählte Vertretung auch zu kontrollieren. Also könnte man die Protokolle und das Archiv der Mailingliste nur im Intranet der Uni zugänglich machen, was jedenfalls den Zugang von Hinz und Kunz aus Hintertupfingen ausschließen würde.
So, wie es jetzt gehandhabt wurde, ist es jedenfalls in meinen Augen nicht tragbar. Ganz zu schweigen davon, dass das Präsidium bisher keine Mitteilung an die Mitglieder des StuPa gemacht hat und man daher nur über Umwege überhaupt von dessen Vorgehen Kenntnis erlangt hat… Da hat dieses Gremien seinen Auftrag zu listenunabhängigem und neutralem Handeln wohl mal wieder vergessen. *ironie* Aber egal, sind ja nur diese kleinen blöden Oppositionslisten, die ohnehin nicht informiert werden müssen, weil sie von nichts eine Ahnung haben *ironie*
Kristin
6. August 2008 @ 17:16
Nachtrag: Da sich das Präsidium bisher jeglicher Äußerung enthält, ist das Archiv derzeit auch nicht für aktuelle Mitglieder der Liste zugänglich, da hierfür ein Paswort erforderlich ist. Ich für meinen Teil habe bisher keine Information, wie ebendieses lautet…
6. August 2008 @ 21:48
Da irrst du dich Kristin. Ich habe per Google eine E-Mail gefunden, in welcher ich dir auf die lächerlichen Vorwürfe der Anwesenheit bei den Stupa-Sitzungen von AStA-Referenten diskutiert habe. Genauso ist zu erwarten, dass die Anfrage von Björn über den Erhalt des Honorarvertrages zur Info-Broschüre im Internet zu finden ist. Darauf haben wir geantwortet mit der Annahme das diese Liste nicht öffentlich einsehbar ist. Somit stellt sich dies als unglaublicher Bruch der Datenschutzbestimmungen dar.
Das mit dem Recht der Kontrollfunktion der Studierenden und der Opposition zu rechtfertigen und uns nach wie vor Demokratie defizit vorzuwerfen, lässt sich nicht anders als skandalös bezeichnen.
Ich werde den Datenschutzbeauftragten der Universität Potsdam über diese Vorgänge in Kenntnis setzen ob Stupa-Beschluss oder nicht.
Gruß der Finanzer
6. August 2008 @ 22:06
Hach ja, ist schon klar dass ihr nicht wollt, dass öffentlich einsehbar ist, wie eure eigenen Leute von euch mit Werkverträgen und Geld versorgt werden.
6. August 2008 @ 23:01
“ganz genau”, björn.
aber wie war das nochmal mit der moderation des sommerfestes 2007?
7. August 2008 @ 11:09
Liebe Mitlesende,
ich begrüße den Vorschlag, von Thomas, dem Finanzer, den/die Datenschutzbeauftragte/n zu kontaktieren.
Auf diese Weise kann zweifelsfrei festgestellt werden, welche Bereiche unter den Datenschutz fallen, diese sind dann meiner Meinung nach, auch bei etwaiigen vorherigen Fehlgebrauch, in Zukunft nichtöffentlich zu behandeln.
Alle anderen Bereiche sollten nach meiner Auffassung aber natürlich im Sinne der Informationsfreiheit öffentlich zugänglich sein.
Es ist bisweilen ein schwieriger Spagat zwischen den verschiedenen Grundrechten! Mit ein bischen Mühe schaffen wir das aber!
Mittlerweile gibt es hierzu auch konstruktive Vorschläge der GAL, die, in Reaktion auf eine private Mail von mir an sie, der Juso-HSG angeboten haben eine gemeinsame Veranstaltung mit einer/m Beauftragten für Datenschutz und Informationssicherheit durchzuführen. Über dieses Angebot entscheiden die Mitglieder der Juso-HSG basisdemokratisch und werden der GAL nach ihrer Entscheidung antworten . Ich hoffe, dass das Angebot der GAL auch offen für andere Listen ist, da Datenschutz und Meinungsfreiheit nicht nur Anliegen zweier Listen sein sollten!
Mit solidarischen Grüßen,
Mathias Kern
7. August 2008 @ 11:51
Liebe Thomas,
wo genau habe ich mich jetzt geirrt?
Selbst wenn die Mailingliste so bleibt, wie jetzt, bleibt ja immernoch das “Problem” mit den Protokollen.
Und wenn du dich an den Datenschutzbeauftragten wendest, würde ich es begrüßen, wenn nicht – wie in den letzten Jahren bereits vorgekommen – nur die eine Auffassung dargelegt wird, sondern auch diejenigen zu Wort kommen, die anderer Auffassung sind.
Insofern mit ganz einfachen Grüßen,
Kristin
7. August 2008 @ 14:01
Hossa,
da zitiere ich doch mal: “Ich finde es irgendwie traurig, dass gewählte VertreterInnen Angst davor haben, dass die Studierenden ihre Meinungsäußerungen nachlesen können oder ihre E-Mail Adressen geheim halten möchten. Könnte ja sein, dass Studierende auch mal Nachfragen haben.”
Genau so läuft Oppositionsarbeit á la Björn Ruberg. Dass es nicht um die Angst geht, dass Meinungsäußerungen des bösen AStA öffentlich eingesehen werden, sondern um eine Mailingliste, die ohne das Wissen aller Nutzer_innen einfach öffentlich zugänglich war, wird hier bewusst verschwiegen. Über diese Mailingliste wurden Auskünfte zu finanziellen Ausgaben der Studierendenschaft erteilt, die personenbezogene Daten enthielten und ohne Einwilligung der Betreffenden an diese öffentliche Mailingliste gesandt wurden. Das die Grün-Alternative Liste dieses wahllose Herumschleudern von privaten Daten auch noch befürwortet und den Datenschutz als politisch motivierte Geheimhaltung diskreditiert, spricht für sich.
7. August 2008 @ 14:27
Björn Ruberg schrieb,
6. August 2008 @ 22:06
Hach ja, ist schon klar dass ihr nicht wollt, dass öffentlich einsehbar ist, wie eure eigenen Leute von euch mit Werkverträgen und Geld versorgt werden.
7. August 2008 @ 14:28
Sehr lustig, Tamás. Auf der StuPa-Liste argumentierst du übrigens mit deinen verletzten Persönlichkeitsrechten mit Händen und Füßen für eine geschlossen Liste.
So flexibel kann man seine Argumentation den Bedürfnissen und dem Publikum anpassen.
Ich halte es für völlig in Ordnung, wenn öffentlich bekannt ist, wer Gelder aus den Mitteln der Studierendenschaft erhält. Dass du damit ein Problem hast, ist mir klar, allerdings ist dieses deine Problem sicher nicht der Datenschutz.
Mal so ein Beispiel, was es da alles zu verbergen gibt:
http://www.stud.uni-potsdam.de/~gal/index/64/mitteilung//
@Thomas:
Ich habe kein Problem damit, zuzugeben, dass eine der damaligen (listenlosen) Kulturreferentin nahestehende Person die Moderation des Sommerfests 2007 honoriert bekommen hat. Das ist ganz einfach geschehen, weil die Organisatorinnen (darunter auch eine Juso-Dame als Co-Kulturreferentin) des Sommerfests niemand anderen für die Moderation bekommen haben.
Wir haben dieser Personalie nur widerstrebend zugestimmt, aber da wir dem Kulturreferat schlecht kurzfristig ihre Moderation aus dem Sommerfest streichen konnten, hatten wir keine Wahl. Die Person hatte aber auch ausschließlich Kontakt zur Kulturreferentin und war nicht hochschulpolitisch aktiv.
Übrigens hatten auch die Jusos im damaligen AStA das mitgetragen. Ich will das aber gar nicht groß verteidigen.
Der Unterschied zwischen mir und den Vertretern dieses AStAs ist, dass ich offen und ehrlich zugebe, dass das nicht schick war und auf jedenfall ein Einzelfall sein sollte.
Noch ein Unterschied: Während es bei uns tatsächlich ein unrühmlicher Einzelfall war, besetzt ihr die AStA-Jobs mit Koalitionsmitgliedern und greift fleißig auf Koalitionsmitglieder zurück wenn es darum geht, Honorarverträge zu vergeben.
Dass du, Thomas Szodruch, seit Monaten bei jeder Kritik an der Vetternwirtschaft des amtierenden AStAs mit dem Verweis auf das Sommerfest 2007 antwortest, ist freundlich ausgedrückt ziemlich langweilig.
Dein Verständnis, dass ein einzelner unsauberer Vorfall im Vorjahr eine Rechtfertigung dafür ist, dass ihr reihenweise gegen jeden politischen Anstand verstoßt, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Ich gratuliere dir aber zum Erfolg deines detektivischen Eifers, mit dem du versuchst Fehler des Vorgänger-AStAs zu ermitteln. Fände es aber noch besser, wenn du die Energie dafür nutzen würdest, die imposante Reihung solcher Fehler in deinem eigenen AStA zu verhindern.
Du hast nun tatsächlich den wohl einzigen Fall rausgekramt, bei dem die Honorarzahlung des vorhergehenden AStAs (in dem ich auch war) tatsächlich kritikwürdig war. Naja, vielleicht war ich es auch selbst, der’s dir gesagt hat, in einem meiner vielen Versuche dir zu erklären, dass einzelne Fehler passieren können, aber sie nicht zur Serie werden dürfen. In dem Fall war ich dann einfach zu ehrlich, mein Fehler.
7. August 2008 @ 14:46
Liebe Mitlesende,
zur Ehrenrettung der Grün Alternativen Liste (GAL) ist zu ergänzen, dass ihre Positionierung im Gegensatz zu den hier findenden Ausführungen des GAL-StuPa-Parlamentariers Björn Ruberg differenzierter ist.
In Reaktion auf eine private E-mail von mir hat ein ehemaliger GAL-StuPa-Parlamentarier der Juso-HSG Potsdam und dem StuPa der Uni Potsdam die differenzierendere Positionierung der GAL deutlich gemacht!
Alles Gute,
Mathias Kern
7. August 2008 @ 15:30
Mathias,
keine Frage, immerhin ist nicht jedermensch in der Lage oder Willens zu differenzieren. Das gilt für alle rechten Listen des StuPas, für die GAL nicht weniger als für die OLL oderl die anderen. Das Argument mit dem Datenschutz ist dabei leider nicht weniger geheuchelt, als das Argument mit der Transparenz. Der AStA, in welchem der Ruberg saß, war mit Abstand der Intransparenteste AStA, welchen die potsdamer Studies je gesehen haben. Leider hat sein Nachfolger die Unsitte übernommen, Sitzungsteile, welche über Personalfragen hinausgingen, nichtöffentlich zu halten. Wesentlicher als ‘Kontrolle’ ist in Demokratien MITBESTIMMUNG oder MITGESTALTUNG. Genau hier aber hakt es, wenn zwar Entscheidungen öffentlich sind, nicht aber Diskussionen.
In diesem Punkte muss man den AStA kritisieren. Diese autoritären Waschlappen haben es nämlich nicht hingekriegt, die verschiedenen Entwürfe zum Brandenburgischen Hochschulgesetz öffentlich zu machen (meineswissens liegen sie auch dem StuPa nicht vor), geschweige denn ihre eigene Stellungnahme. Studibeteiligung unerwünscht!
Natürlich sollte die StuPa Liste öffentlich zugänglich sein, natürlich aber sehe auch ich nicht ein, warum morgen noch jeder über meine Jugendsünden sich das Maul zerreissen kann. Dagegen kann man aber auch technisch sich schützen. Was spräche dagegen, wenn die StuPa Liste für jene lesbar ist, welche sich ‘akkreditieren’ oder eine Emailadresse der Uni besitzen, während die Archive nur für Mitglieder des aktuellen StuPa, der jeweiligen Legislatur und auf Antrag (StuPa) zugänglich wären. Auf diese Weise wäre die Hochschulöffentlichkeit hergestellt, darüber hinaus könnte sogar die Presse mitlesen, doch öffentliche Suchmaschinen diese Seiten nicht für die Ewigkeit zugänglich machen.
Ich gehe jetzt kotzen.
7. August 2008 @ 15:40
1. Die StuPa-Mailingliste war, ohne dass die Mitlesenden
davon (ausdrücklich) in Kenntnis gesetzt waren, öffentlich einsehbar.
2. Einige Menschen sind prinzipiell für eine
Öffentlichkeit dieser Liste, andere dagegen. Und es gibt Mittelwege (nur Potsdamer Uni-Angehörige, …).
Die einzig sinnvolle Schlussfolgerung scheint mir zu sein: Die
öffentliche Einsehbarkeit der Liste sofort zu unterbinden.
Außerdem einen Beschluss im Studierendenparlament zu diesem Thema
herbeizuführen.
Daher hat das neue Präsidium richtig gehandelt.
Alles weitere entscheidet das StuPa.
7. August 2008 @ 18:46
@Demokrat: Das ,meinst Du doch nicht wirklich ernst, oder: “Diese autoritären Waschlappen haben es nämlich nicht hingekriegt, die verschiedenen Entwürfe zum Brandenburgischen Hochschulgesetz öffentlich zu machen (meineswissens liegen sie auch dem StuPa nicht vor), geschweige denn ihre eigene Stellungnahme. Studibeteiligung unerwünscht!”
Zuerst ein Angebot: Für den “autoritären Waschlappen” kannst Du Dir einen Kraftausdruck nach Wahl bei mir abholen. Zur Sache: Was denkst Du, was es für einen Riesenärger gab, als wir den ersten Entwurf zum neuen Hochschulgesetz bei uns aufdie Homepage gesetzt haben? Da haben die Autoritäten jedenfalls voll durchgegriffen… Den Vorwurf der Intransparenz in diesem Gesetzgebungsverfahren kannst Du also direkt an das Ministerium schicken!
7. August 2008 @ 18:49
Liebe Leute,
ich habe nicht alles da oben gelesen, aber:
das Archiv ist wirklich erst seit kurzem öffentlich. Bis 2006 war es das nicht. Und es war nie ein Thema. Ob ich es toll finde, dass nun alle meine posts öffentlich sind (waren), weiß ich nicht. Ich habe sie nicht noch einmal gelesen. Ob ich andere Formulierungen verwendet hätte, weiß ich daher auch nicht. Fakt ist aber, dass manche Informationen über eine öffentlich einsehbare Mailing-Liste nicht verschickt werden (sollten). Persönliche Einschätzungen zu Personen aus oder Gesprächen mit der Hochschulverwaltung. Oder Semtix-Verhandlungsstragien. Oder Loschelder-Abwahlkampagne. Oder Bezahlungen von Künstlern für die Montagskultur, Sommerfest oder anderes. Das alles sollte nicht-öffentlich sein. Zum Wohle der Beteiligten und der ganzen Studierendenschaft. (ich hoffe, ihr wisst, wer alles zur Nicht-Öffentlichkeit gehört. Schaut sonst in die Satzung) Wenn nun die Debatte öffentlich geführt wird, werden einfach manche Informationen nicht mehr vom AStA/Senatsmitgliedern/… geliefert werden und damit Diskussionen nicht geführt werden. Pech haben die Leute, die auf diese Informationen angewiesen sind. Oder man sucht sich für solche Diskussionen ein neues (intransparentes bzw. nicht-öffentliches) Forum, irgendjemand macht es irgendwann öffentlich, um Transparenz herzustellen. Der Kreis schließt sich, und es geht wieder von vorne los.
Dabei geht es mir gar nicht um das Verschleiern von angeblich(?) mysteriösen Finanzgeschäften. Egal, ob öffentlich oder nicht-öffentlich. Irgendeiner wird sich immer finden, der angebliche oder tatsächliche Skandale hinausträgt. Wenn man sich die Akten nur noch im AStA anschauen kann, hält das doch niemanden davon ab, aus dem Gesehenen eine öffentliche Anschuldigung zu entwickeln. Wenn man von dem Skandal so richtig überzeugt ist, wünscht man sich doch geradezu, dass der AStA dann einen wegen Verstoß gegen Datenschutz oder was-weiß-verklagt, weil damit die Öffentlichkeit erst so richtig aufmerksam wird (“AStA verklagt eigene Studis, um von Vetternwirtschaft abzulenken.” ist doch viel dramatischer als “300 Euro für eine, die auch auf xy-Liste steht”).
Fragt doch mal bei der ZEIK nach, ob es die student-d-list noch gibt. Hier könnt ihr euch dann unmoderiert austoben. Zugang nur mit uni-potsdam.de-account (oder frei?). Diese Liste gab es vor Jahren, wurde nach meinem Wissen (ich stehe seit 2002 da drauf) nur ein einziges Mal (und zwar von mir selbst) benutzt und ist ansonsten tot. Dann können die StuPa-Leute nicht-öffentlich machen, was sie wollen und alle können sich über student-d die Köppe einhauen. Das “d” steht für “Diskussion” und ist genau dafür angelegt worden. Als Gegenstück zur moderierten student-list.
Gegen die Öffentlichkeit der Stupaliste könnte vielleicht auch sprechen, dass eine öffentliche Mailing-Liste die Neigung von Neulingen, etwas zu posten, mindert. Aber das ist nur eine vorsichtige These, wie man an der komplizierten Satzstruktur schon erkennen kann. Denn ob man intern oder öffentlich von den alteingesessen Politjunkies am Nasenring durch die virtuelle Arena geführt wird, ist dann auch irgendwie egal. (und diese Befürchtung besteht eher bei Neulingen als bei erfahrenen Kräften)
Manche sind halt eher vorsichtige Personen, die nicht wollen, dass Mama, Papa, Geldgeber, Prof,… lesen können, was sie im Semi-Privatleben schreiben (StuPa gehört für mich eher zum Privatleben als zum Promi-Dasein, ist aber doch ein politisches Amt mit Rechenschaftspflicht). Über die Art und Weise der Rechenschaft scheint ihr euch ja nun kräftig zu zanken.
Und wenn die sich selbst so nennende Opposition die Öffentlichkeit der Mailing-Liste als neues Sturmgeschütz der Demokratie entdeckt hat, ist sie ziemlich einfallslos. Und konfliktlösend wirkt es auch nicht. Weil Selbstdarstellung und Gesicht-Wahren zunehmend in den Vordergrund treten. Letzteres muss dabei nicht auf die “Opposition” beschränkt bleiben.
AK
7. August 2008 @ 22:27
@Mathias Kern:
Ich kann verstehen, wenn man nicht will, dass seine eMail-Adresse öffentlich im Netz steht. Um das zu vermeiden, könnte man sich ja eine “dienstliche” Adresse zulegen, so wie ja schon heute alle Asta-Referenten eine @asta-Adresse haben. Wie wär’s z.B. mit mathias.kern@stupa.uni-potsdam.de?
@Xing:
Müssten mit Deiner Argumentation nicht auch die Stupa-Protokolle geheim sein? Dort kann man doch die Meinung jedes Parlamentariers nachlesen.
@Tamás:
Sind denn personenbezogene Daten von Asta-Honorarverträgen öffentlich? Falls ja, wo ist dann der Unterschied, ob sie nur im Asta-Büro einsehbar sind oder bei Google gefunden werden können? Denn sobald sie öffentlich sind, kann jeder Journalist sie doch veröffentlichen, wie und wo er will.
8. August 2008 @ 02:32
@Georg: Laut Satzung hat jede_r Studi das Recht, die Unterlagen im AStA einzusehen… und nicht Google. Ich denke, dass dieser Unterschied wichtig ist und in der Satzung weiter konkretisiert werden sollte. Auch bei dieser “Akteneinsicht” kann es nicht sein, dass personenbezogene Daten an Dritte weitergeleitet werden.
@Alle zur Diskussion: Jede_r ist aufgefordert, Entscheidungen seiner bzw. ihrer gewählten Vertetung kritisch zu hinterfragen. Das was jetzt in punkto “Anstellungspolitik” geschieht, ist ein schmutziger Kampf um heiße Luft, der auf dem Rücken der neuen und alten Angestellten ausgetragen wird. Diese – und andere – Diskussionen schlagen sich selbstverständlich auch auf das Arbeitsklima und die Motivation in allen Bereichen des AStA nieder. Und ich als an den kritisierten Anstellungen Beteilgter kann versichern, dass wir die geeignetsten Bewerber_innen ausgewählt haben, und nicht wie ein Björn Ruberg in den PNN von heute zum Besten gibt “einen der eigenen Kollegen anderen Bewerbern” vorgezogen haben. Es ist verdammt einfach so einen Vorwurf in die Welt zu setzen. Mit diesem Vorwurf wird den (neuen) Angestellten unterstellt, dass sie ihren Arbeitsplatz nicht redlich “verdient” oder gar erschlichen hätten. Und da wird’s dann richtig schäbig…
8. August 2008 @ 03:09
Oh mein Gott, diese Scheiße hat es sogar ins lokale Fernsehen geschafft: http://www.potsdamtv.net/donnerstag_7.php (letzter Beitrag)
8. August 2008 @ 09:04
@Mathias,
ich denke du solltest mal von deinem hohen moralischen Ross herunterkommen und die GAL sich selbst darstellen lassen. Deine Behauptung von irgendwem irgendeine Stellungnahme bekommen zu haben trägt ohnehin nicht dazu bei.
@alle:
Es sprechen keine der hier vorgebrachten Argumente gegen eine uni-interne Öffnung der Mailingliste (mal so als Kompromissvorschlag, wie er ja schon öfter kam). Und bei personenbezogenen Daten, die vom Datenschutzgesetzt geschützt sind, kann der AStA oder wer auch immer ja auch einfach sagen, dass diese nicht über die Mailingliste verschickt werden.
Wie wäre es denn zur Abwechslung mal, wenn ihr alle etwas aufeinander zugeht und eine Lösung sucht, mit der alle leben können und die beiden Erfordernissen gerecht wird, statt selbst immer nur am besten oder moralischsten dastehen zu wollen.
so far, rory
8. August 2008 @ 10:49
Ja, Tamás. Dass die qualifiziertesten Personen für eine Stelle immer eure Freunde sind, dass kann natürlich reiner Zufall sein (wie du uns sagen möchtest) … oder eben auch nicht.
Interessanterweise hört man die Namen der Person, die am Ende eingestellt wird, schon bevor die Ausschreibung überhaupt stattgefunden hat. Bestimmt auch nur Zufall.
Wir kritisieren hier nicht zum ersten Mal, wie ihr Stellen und Gelder an die eigenen Leute vergebt. Leider habt ihr auch früher nur mit wüsten Beschimpfungen reagiert … und genauso weiter gemacht.
Mathias Kern, es ist sehr freundlich von dir, dass du die Ehre der GAL retten möchtest. Aber unnötig. Die GAL steht klar für eine offene StuPa-Liste. Nichts anderes stand in dem “differenzierteren” Text.
Die offene StuPa-List ist eine Errungenschaft. Es gibt kaum eine bequemere Art für den Studierenden, sich über Anträge und Termine zu informieren. Gleichzeitig kann man so erfahren, was die gewählten Studierendenvertreter wirklich für Meinungen vertreten und hat so auch eine hervorragende Quelle für seine Wahlentscheidung.
Im übrigen finden mittlerweile viele Debatten und AStA-Befragungen aus Zeitmangel einfach über diese Mailingliste statt. Sie muss daher genauso öffentlich sein, wie die StuPa-Protokolle.
Die Mailingliste ist da praktisch sogar noch besser, weil dort genau das zu lesen steht, was man auch geschrieben hat.
(Die StuPa-Protokolle geben das Gesagte ja allenfalls ungefähr wieder)
Wirklich interne Dinge kommen schon längst nicht mehr über die StuPa-Liste. Wäre auch nicht ganz schlau, immerhin stehen da mit StuPa, AStA und AStA-Angestellten bis zu 50 Personen drauf.
Wenn es jemanden glücklich macht, zusätzlich eine interne Mailingliste für die theoretischen Internas zu haben, dann habe ich da bestimmt nichts gegen.
Bisher bekomme ich aber nur mit, wie sich viele AStA- und Koalitionsmitglieder mit Händen und Füßen gegen eine offene Mailingliste wehren, während die Opposition (GAL und LUST) sich dafür einsetzen. Und man fragt sich da einfach: Warum ist das so?
8. August 2008 @ 11:59
Naja Björn, daß die Koalitionäre und Asta-Leute nun alle GEGEN eine offene Mailingliste sind, stimmt nicht.
Aber in der Tendenz sind sie nicht so 100% für den den alten Status Quo wie Du und die Opposition – obwohl einige davon auch profitiert haben.
Stimmt das eigentlich, daß das Präsidium weder über die Öffnung noch über die Schließung ihre Parlamentarier informiert hat…
8. August 2008 @ 12:15
Hallo Katharina,
was da so über die StuPa-Liste kam, ist vielleicht eindeutiger, als das was hier kommt. Tamás sieht sich zum Beispiel in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt und will, dass alles was er schreibt geheim bleibt und intern.
Ich kenne die Meinung alle Koalitionäre nicht, die meisten sagen ja nichts. Aber die, die es tun, von denen sind viele für die geschlossene Liste. So habe ich es ja auch geschrieben.
Das Präsidium hat in der Tat nicht darüber informiert, dass es die Mailingliste geschlossen hat.
Solange ich mich zurück erinnern kann, war die Mailingliste offen. Ich kann daher nicht sagen, ob das vor meiner HoPo-Zeit (also vor Sommer 2006) womöglich mit Ankündigung geschehen ist oder ob es nachträglich tatsächlich ohne Ankündigung.
All das sind eh Spekulationen und sind meiner Meinung nach für die Frage, ob die Liste offen sein soll oder nicht, auch gar nicht weiter relevant. Das ist nur eine Suche nach Schuldigen.
Fakt ist, die StuPa-Mailingliste war eine lange Zeit öffentlich, es haben sich Leute darüber über das StuPa informiert (auch z.B. die Zitrone) und jetzt ist plötzlich und ohne Kommentar geschlossen worden.
8. August 2008 @ 12:19
Ich zitiere: “Ja, Tamás. Dass die qualifiziertesten Personen für eine Stelle immer eure Freunde sind,…” “Wir kritisieren hier nicht zum ersten Mal, wie ihr Stellen und Gelder an die eigenen Leute vergebt.”
Es ist schön, dass Du definierst, wer meine Freunde und wer “meine eigenen Leute” sind. Das wird ja immer besser… Gut dass das nicht meine Haare sind, an denen dieser hanebüchene Unsinn herbeigezogen wird. Gibt’s eigentlich irgendwelche sachlichen Einwände gegen die (Neu-)Einstellungen?
8. August 2008 @ 12:25
Wer zur AStA-tragenden Koalition gehört, ist wohl guten Gewissens als Freund zu bezeichnen. Erst recht wenn die Person aus dem engeren Kreis kommt.
Wie soll ich “sachliche Einwände” erheben, wenn ich über kein Informationen verfüge? Die Bewerbungsverfahren sind schließlich nicht öffentlich. Ich kann und darf ja gar nicht wissen, wer sich da sonst noch so beworben hat. Das liegt bei euch alles schön intern und wird vom Personalrecht wohl so auch vorgesehen.
Soll ich jetzt wirklich beginnen in der Öffentlichkeit sachlich an der Qualifikation der angestellten Personen zu zweifeln? Ich weiß nicht, Tamás. Das wäre dann vielleicht wirklich mal “schäbig” und schlechter Stil.
8. August 2008 @ 13:36
Ich zitiere wieder: “Soll ich jetzt wirklich beginnen in der Öffentlichkeit sachlich an der Qualifikation der angestellten Personen zu zweifeln?” Die Kritik bleibt also weiter unsachlich… Einfach raus aus dem Bauch, die Koalition kritiseren – mit allen Mitteln, auf allen Ebenen… Ohne Sinn und Verstand, egal auf wessen Kosten und ohne Rücksichtnahme auf mögliche Folgen für Einzelne oder größere Zusamnehänge. Mit dem gewohnten Unterton “Wir sind besser” oder “Ich habe recht”, wie wir es alle aus den vergangenen Prä-Koalitionsgesprächen kennen. Bravo! Applaus, Applaus, Applaus!
8. August 2008 @ 13:46
Lieber Björn,
soll der AStA zukünftig explizit Listenangehörigkeit und hochschulpolitisches Engagement als Ausschlussgrund festlegen? Wie soll das rechtlich korrekt geschehen?
Soll die beste persönliche Qualifikation nach Deiner Meinung keine Rolle mehr spielen?
Dies alles würde mich interessieren, ich hoffe, dass Du diese Fragen beantworten kannst!
Zudem hätte ich die Nachfrage, ob Du es ausschließen kannst, dass in Deiner Amtszeit Werkverträge an AStA-Angestellte vergeben wurden.
Zudem würde ich mich interessieren, ob die GAL vor Deiner Aktivenzeit Personen aus den zu den jeweiligen Zeiten AStA-tragenden Listen eingestellt hat! Kannst Du oder andere schon länger in der HoPo-Aktive der GAL dazu etwas zu sagen?
Alles Gute,
Mathias Kern
PS: Darf man in Zukunft den Inhalt Deiner StuPa- und sonstigen Mails hier im Forum veröffentlichen bzw. verzerrt wiedergeben, wie Du es hier am laufenden Band bei Mails anderer Personen praktizierst?
8. August 2008 @ 14:07
Hej ihr zwei (Tamás und Mathias Kern), dann legt doch mal die Bewertungskriterien offen.
Und gebt ein paar mehr Infos.
Sonst hat ja die Opposition recht, wenn sie sagt, ihr legt so wenig offen.
Würde mich ja auch gern mal auf so eine Stelle bewerben…scheint ja aber, dass man die nur kriegt, wenn man schon lange bei Euch mitarbeitet.
8. August 2008 @ 15:00
Liebe Katharina,
ich bin und war nie im AStA! Ich habe niemals AStA-Stellen vergeben! Zudem habe mich niemals für eine solche Stelle beworben? Noch jemals eine/n Freund/in dahin “protegiert”, wie es Björn den gesamten koalitionstragenden Listen, und damit auch mir, vorwirft!
Einstellungen fallen in den Arbeitsbereich des AStA´s. In diesen mische ich mich bewusst nicht ein!
Inwieweit die Bewertungskritierien einer Geheimhaltungspflicht unterliegen weiß ich nicht. Laut Björn und Tamás scheint es da aber Hürden zu geben.
Wie ich oben schon im Bereich der StuPa-Mailing-Liste angedeutet habe, trete ich für die größmögliche Transparenz in Fragen der studentischen Selbstverwaltung im Rahmen des Grundgesetzes und der sonstigen gesetzlichen Regeln der Bundesrepublik Deutschland ein.
Aber auch bei der Vergabe von AStA-Stellen gibt es, wie ich es wahrnehme, ein Spannungsverhältnis zwischen den Persönlichkeitsrechten einzelner und den Informationsrechten der Allgemeinheit! Wie das im einzelnen vom Gesetzgeber geregelt wird, weiß ich nicht, da ich mich damit bisher nur peripher auseinandergesetzt habe.
Vielleicht können Dir aber in solchen Dingen erfahrenere Mitlesende bzw. -diskutierende weiterhelfen!
Ich hoffe, dass ich Deine Fragen adäquat beantworten konnte!
Mit solidarischen Grüßen,
Mathias Kern
8. August 2008 @ 15:06
Ach Mathias, das kannst du doch besser.
> soll der AStA zukünftig explizit Listenangehörigkeit und >hochschulpolitisches Engagement als Ausschlussgrund festlegen?
Hat das jemand behauptet? Bitte nimm zur Kenntnis, dass unsere Pressemitteilung sich darauf konzentriert, dass ihr auf alle freien Stellen NUR Leute aus der Koalition oder mit persönlichen Kontakt in die Koalition eingestellt habt. In der Menge wirkt das schon irgendwie verdächtig.
> Zudem hätte ich die Nachfrage, ob Du es ausschließen kannst, dass > in Deiner Amtszeit Werkverträge an AStA-Angestellte vergeben >wurden.
Nein, kann ich nicht. Warum sollte ich auch? Deine Fragen sind immer sehr lustig, weil du genau die Antwort kennst. Sag doch gleich, dass ein Systemadministrator einen Werkvertrag gekriegt hat, dafür dass er wiedermal das Semesterticketabrechnungssystem überarbeitet hat. Dafür war er in der Tat am qualifiziertesten, weil er es a) schon kannte (was bei Programmquellcode ganz günstig ist) und b) nicht jemand externes Zugriff auf diese Datenbank haben sollte. Der Angestellte ist übrigens in keiner Hochschulgruppe aktiv! (und war es auch damals nicht, ein gewichtiger Unterschied übrigens)
Wenn du unsere Pressemitteilung aufmerksam liest, dann haben wir nirgends kritisiert, dass Werkverträge an AStA-Angestellte gehen. Es ist reichlich sinnlos, Kritik zu entkräften zu versuchen, die wir gar nicht gebracht haben.
Fakt ist lediglich, dass wiedermal ordentlich Geld an ein Mitglied der AStA-tragenenden offenenlinkenliste floss. Auch das ist als Einzelfall vielleicht begründbar, hat sich bei diesem AStA aber auf min. 1100 Euro summiert. Und da der AStA viele Nachfragen zu bestimmten Finanzbeschlüssen nicht beantwortet hat, können da locker nochmal 1000 Euro drauf kommen.
Deine Nachfrage, ob ein GAL-AStA vor mir schonmal einen AStA-Referenten eingestellt hat, ist aus folgenden Gründen albern:
1. Ich habe keine bzw. wenig Ahnung, was vor meiner hochschulpolitischen Zeit geschehen ist und stehe dafür auch nicht in Haftung.
2. Du kennst die Antwort
3. Ob etwas richtig oder falsch ist, macht sich für mich nicht davon abhängig, ob irgendwelche Leute die sich früher GAL nannten es auch getan haben. Mein Rechtsempfinden ist frei. Bitte lernt das irgendwann mal.
4. Eine Argumentation die nur darauf fußt “Wir dürfen, weil ihr es vor x Jahren auch habt” ist grundsätzlich schwach.
5. Die Tatsache an sich, dass man einen eigenen Referenten einstellt, ist wortwörtlich “unglücklich”, aber kann (muss nicht!) begründet sein. Das habe ich nirgendwo ausgeschlossen. In diesem nun aktuellen Fall blieb allerdings jede offensive Kommunikation und Erklärung aus. Es wird nur allgemein und nachträglich von “besserer Qualifikation” geredet, die niemand außerhalb des AStAs nachprüfen kann.
Nochmals: Wir kritisieren in erster Linie, dass die Person Mitglied einer AStA-tragenden Liste ist.
Ich wiederhole mich: Wir kritisieren, dass dieser AStA nur ihm nahestehende Personen eingestellt hat.
Das ist ein unumstößlicher Fakt, den die Koalition nicht mal wegzudiskutieren versucht.
Natürlich behauptet der AStA, dass da immer die bessere Qualifikation ausschlaggebend war. Das kann niemand nachprüfen. Ich persönlich bin aufgrund der schönen Regelmäßigkeit der Vorfälle längst mehr gewillt, das zu glauben.
Mir scheint, viele Nachfragen könntet ihr euch selbst beantworten, wenn ihr mal unsere Kritik wirklich lesen und euch nicht nur kollektiv darüber schwarz ärgern würdet. Dass die Opposition von der Koalition befragt wird, ist übrigens putzig.
PS:
Da Tamás ausdrücklich erklärt hat, dass er nicht will, dass seine Mails weitergeleitet werden, habe ich ja irgendwie keine andere Wahl als ihn “verzerrt” wiederzugeben. Außer die Meinung des Öffentlichkeitsreferenten ist mittlerweile Verschlusssache. (Den Eindruck kann man ja haben)
Ich stelle es dir hingegen frei, mich zu zitieren. Ist ja klar, sonst würde nicht öffentlich schreiben.
8. August 2008 @ 15:08
So, die generellen Bewerbungskriterien des 11. AStA nach Gewichtung (ick hoffe, ick habe die noch richtich im Kopp):
1. fachliche Qualifikation / sonstige Qualifikationen in Bezugnahme auf das Stellenprofil lt. Ausschreibung
2. Erfahrungen im Arbeitsbereich
3. Kenntnis der studentischen Selbstverwaltung (im Falle des Kuze: auch Kenntnis der Abläufe im studentischen Kulturzentrums)
4. Nachteilsausgleich (Geschlecht, körperliche Beeinträchtigungen, chronische Krankheiten, besondere soziale Härten usw.)
5. soziale Komponente (Passt die/der Bewerber_in zum restlichen Team und zum hauptsächlichen Arbeitsumfeld?)
8. August 2008 @ 15:36
Lieber Björn,
um in der Sache weiter zu kommen. Hast Du Kritik an den von Tamás dargelegten Kriterien? Wen ja, welche? Denn nur, wenn Du sie äußerst, kann man sie in Entscheidungsfindungen einbeziehen?
Habe ich es richtig verstanden, dass nach Deiner Auffassung eine Listenzugehörigkeit zu einer AStA-tragenden Liste kein Ausschlussgrund für Einstellungen im AStA sein soll? Und dass die bestmögliche Qualifikation mitentscheidend für Einstellungen sein soll?
Dann scheint ja zu den AStA-Kriterien kein so großer Unterschied zu bestehen! Entscheidend sollte sein, dass die bestmögliche Arbeit für die Studierenden geleistet wird. Oder?
Mit solidarischen Grüßen,
Mathias
8. August 2008 @ 16:20
Ach was für schöne Worte.
Aber auch die schönsten Einstellungskriterien sind doch im Endeffekt völlig subjektiv. Als ob es ein formales Maß für Qualifikation gäbe und der AStA sie objektiv wie ein Computer abarbeiten würde. Kann ich nachprüfen, ob die Einstellungskriterien angewendet wurden? Nein, das kann ich nicht. Und ich bin mittlerweile überzeugt, dass die Nähe zu Koalitionslisten die Einschätzung über die Qualifikation gehörig beeinflusst.
Relevant sind nicht die formalen Kritierien sondern die endgültige Entscheidung. Die Welt ist dann doch nicht so formal, wie du sie dir machst.
Und wenn ich danach frage, warum denn gerade die angestellte Person von der offenenlinkenliste qualifizierter und besser als die 50 anderen BewerberInnen war (siehe Büroleitungsstelle), dann wird mir sicherlich wieder breit grinsend und mit dem Verweis auf Personalrecht nicht geantwortet.
>Dann scheint ja zu den AStA-Kriterien kein so großer Unterschied zu >bestehen! Entscheidend sollte sein, dass die bestmögliche Arbeit für >die Studierenden geleistet wird. Oder?
Auch Schwulst kann zum Eigentor werden. Wie auch in unserer Pressemitteilung steht: AStA-Angestellte bleiben über Jahre angestellt. Und nun stell dir mal vor, es gibt mal wieder einen GAL-AStA (kann ja sein, dass ihr es mal nicht schafft, ausreichend neue Listen dagegen zu konstruieren) und der muss dann mit den ganzen euren Angestellten arbeiten.
Das ist erfahrungsgemäß nicht die “bestmögliche Arbeit für die Studierenden”.
Deswegen ist hochschulpolitische Neutralität für AStA-Angestellte langfristig durchaus wertvoll.
Übrigens wird hier massivst vom Thema des Zitrone Artikels abgewichen. Und das sogar unnötig, denn das meiste was ich erkläre stand schon in der Pressemitteilung.
8. August 2008 @ 16:38
Liebe Mitlesende,
das mit der Themenabweichung stimmt!
Wer hat das Thema denn in diese Diskussion eingeführt?
Zumindest haben wir jetzt in diesem Bereich größere Transparenz, was doch positiv zu bewerten ist!
Auf weitere fruchtbare Diskussionen hier in der Zitrone,
Mathias Kern
8. August 2008 @ 17:51
oh das geht ja ab hier, vielen Dank.
Also, da haben wir den 1. FC Pathos gegen VFL Rechthaberei.
Ich würde sagen: 1:1 , aber der Rechthaberei wurde ein Tor nicht gegeben, wegen Abseits.
Geht’s nun in die Verlängerung?
@ Björn die Frage, warum Du willst, daß sich Menschen lächerlich machen sollen. Das ist nicht schick.
@Mathias, stimmt das, daß Du Fragen stellst, deren Antworten Du schon kennst?
@ Tamás, oh danke, und eine Frage, wie erwirbt man diese nötige Sozialkompetenz für eine solche Stelle? Muss man da unbedingt so ironisch sein wie Du? Ich glaube, da wäre ich chancenlos.
8. August 2008 @ 18:54
Ich kritisiere die unter Nr. 34 aufgestellten Kriterien – und um das gleich klarzustellen nicht juristisch, sondern politisch.
Und zwar aus genau dem Grund, den die Grün-Alternative Liste ihrer Kritik zu Grunde legt: Sie verhindern Innovation, Quereinsteigertum und Qualifikation durch neue Leute. Umgekehrt formuliert: Sie sorgen dafür, dass sich ein System nur noch aus sich selbst speist.
Warum brauche einE technischeR LeiterIn des Kulturzentrums, warum brauchen SachbearbeiterInnen, BeraterInnen denn mehr Kenntnis der studentischen Selbstverwaltung als man sie in einem Monat erlernen kann? Für die AStA-Geschäftsstelle mag das verständlich sein, sonst nicht. Deshalb sollte mehr als ein Basiswissen nicht zur Beurteilung herangezogen werden, dann das kann man nur von Innen erlangen.
Was sind denn Kenntnisse im Arbeitsbereich beim Arbeitsbereich des Sekretariats des AStA (der AStA womöglich?), was ist der Arbeitsbereich im studentischen Kulturzentrums (ein studentisches Kulturzentrum womöglich?), was bei der Sozialberatung (Hochschulsozialpolitik womöglich?).
Muss man nicht so auslegen, kann man aber. Und wenn drei neue Stelleninhaber ehemalige AStA-ReferentInnen sind, dann zeigt das, dass der AStA sich gerne aus dem System selbst speist. Die von Katharina angesprochene “soziale Komponente” passt da dann noch gut zu. “Passt zum restlichen Team” ist auch schön.
Ich war als AStA-Referent auch an Stellenvergaben beteiligt, und da haben wir darauf geachtet, wer das restliche Team bei menschlicher Kompetenz ERGÄNZT und kein Wissen vorausgesetzt, dass man als Neueinsteiger nicht haben, sich aber innerhalb kürzester Zeit aneignen kann.
Warum soll dem KuZe denn jemand mit neuen Ideen nicht gut tun? Warum soll jemand am besten beraten können, der politisch befangen ist (es gibt Studierende, die sich zu Studienkrediten informieren möchten und Berater, die aus politischen Gründen nur abraten wollen)?
Es galt für mich, dass ich im Zweifel lieber jemand vertretbar gleichqualifiziertes (machen wir uns nichts vor, das sind keine objektiven Fragen) Neues bevorzugt habe als jemand, der aus dem System kommt. Wie gesagt: Neue Perspektiven können der Hochschulpolitik nur dienlich sein, und politisch unabhängige Angestellte wechselnden AStAen auch.
Ich habe mich vor meiner hochschulpolitischen Zeit auch mal auf eine vom AStA ausgeschriebene Stelle beworben – und einen sehr üblen Verdacht gespürt, als die Stelle an eineN AkteuerIn aus dem System vergeben wurde. Ich habe mir damals geschworen es besser zu machen und, glaube ich, auch besser gemacht.
Umso mehr tat es mir Leid, Mails von abgelehnten BewerberInneN zu erhalten, die mir genau das Gegenteil unterstellten: es habe sich doch bestimmt wieder nur um eine Scheinausschreibung gehandelt. Schade, dass der AStA so ein schlechtes Image hat. Zur Zeit zu Recht.
8. August 2008 @ 19:19
Hi Katharina,
es ehrt mich zwar, dass mich Björn für allwissend hält. Aber viele Sachen weiß ich nicht oder habe nur Halbwissen darüber. Deshalb frage ich da dann gerne nach!
Bei der ganzen Diskussion kann man feststellen, dass wir alle fehlbar sind und auch so wahrgenommen werden, ob wir das wollen oder nicht!
Euch noch einen schönen Abend,
Mathias
8. August 2008 @ 19:34
Lieber Björn, wenn Deiner Logik folge, dann gilt folgendes (ÜBERHAUPT NICHT KONSTRUIERTES BEISPIEL):
Da Björn Ruberg als er Verkehrsreferent war, NICHT ERWÄHNT hat, dass der VBB ihn NICHT BESTOCHEN hat, HAT BJÖRN RUBERG OFFENSICHTLICH GELD ERHALTEN, damit sich die Bedingungen des Semesterticketvertrages verschlechtern.
Oder? Also los erzähl schon, was hast Du mit dem Geld gemacht?
9. August 2008 @ 11:09
Hier sollten sich Einige gut überlegen, ob sie wirklich eine “logische Argmentation” führen wollen. Das setzt nämlich voraus, dass mans kann…
12. August 2008 @ 16:29
Liebe Mitlesende,
nachfolgend die Antwort der Juso-HSG auf die Anfrage der GAL eine gemeinsame Veranstaltung zu Datenschutz und Demokratie in der Potsdamer Studierendenvertretung zu organisieren.
Wir hoffen, dass wir damit zu einer adäquaten Lösung der Diskussion beitragen können.
Euere Juso-HSG Potsdam
Liebe GAL,
nachdem uns Jörg Schindler letzte Woche Euere Idee mitgeteilt hat, eine gemeinsame Veranstaltung zur Datenschutz- und Demokratiefrage in der Potsdamer Studierendenvertretung zu veranstalten, haben wir uns in den letzten Tagen basisdemokratisch zu dieser Frage positioniert:
Wir werden als Juso-HSG das StuPa-Präsidium bitten, einen gemeinsamen Termin mit der/m Datenschutzbeauftragten der Uni Potsdam zu organisieren, bei dem zumindest alle interessierten StuPa-ParlamentarierInnen (aller Listen) eingeladen werden, so dass möglichst frühzeitig mit dem best- und breitestmöglichen Wissensstand über dieses Thema diskutiert werden kann und adäquate Entscheidungen getroffen werden können, welche schützenswerte Datenschutzrechte als auch die wichtigen Informationsrechte der Studierendenschaft gewährleisten.
Alternativ könnte der/die Datenschutzbeauftragte auch zu der entsprechenden StuPa-Sitzung eingeladen werden.
Es ist unserer Meinung nach die sinnvollere Variante, alle StuPa-ParlamentarierInnen und damit alle hochschulpolitischen Listen in den Meinungsaustausch mit der/m Datenschutzbeauftragten einzubinden. Über einen fairen und sachlichen Austausch unserer beiden Hochschulgruppen über die von Euch vorgeschlagenen Themen würden wir uns aber sehr freuen!
Mit ebenfalls (seit 1863) demokratischen Grüßen,
Euere Juso-Hochschulgruppe Potsdam
i. A. der Juso-HSG Potsdam
Mathias Kern
–
Juso-Hochschulgruppe Universität Potsdam
- Wir kümmern uns um die kleinen Dinge im Leben –
http://www.jusos-ontherocks.de
12. August 2008 @ 16:47
Liebe Mitlesende,
das Ziel des gemeinsamen Gespräches mit der/m Datenschutzbeauftragten soll die Klärung der Frage sein, welche Mitteilungen und Themenbereiche das jetzt geschlossenen StuPa-Archivs und der zukünftigen Mails der StuPa-ParlamentarierInnen unter den Bereich Datenschutz fallen und welche Bereiche ohne Probleme veröffentlicht werden können. Zudem ist dies im Rahmen der Satzung der Studierendenschaft Potsdam zu beurteilen. Es ist also zu klären, welche (evtl. zur allgemeinden Öffentlichkeit weitergehenden) Bereiche gegenüber den Studierenden der Universität Potsdam veröffentlicht werden dürfen.
Mit solidarischen Grüßen,
Mathias Kern
13. August 2008 @ 13:03
Vielleicht hören wir mal auf uns mit den ganzen “Sünden” der letzten Jahre zu beschäftigen, bei denen viele der jetzt Aktiven (außer Tamás) nicht dabei waren.
Und bevor die Leute weiter mit juristischem Halbwissen glänzen, sollten sie vielleicht auch einfach das von der Juso-HSG angeregte Gespräch abwarten.
Und vielleicht sollten wir alle aufhören uns zu wundern,w arum die verfasste Studierendenschaft einen solche schlechten Ruf hat, wenn wir nochmal diese Diskussion gelesen haben.
so far, rory
27. August 2008 @ 21:31
Liebe Mitlesende,
mittlerweile hat sich das StuPa-Präsidium zu der StuPa-Mailingliste-Problematik öffentlich geäußtert und den Datenschutzbeauftragten der Uni Potsdam zu Rate gezogen, siehe S. 8 – 11 in der Einladung zur nächsten StuPa-Sitzung, bei der unter Tagesordnungspunkt 9 auch der weitere Umgang mit der StuPa-Mailing-Liste behandelt wird:
http://www.stud.uni-potsdam.de/~stupa/Protokolle/Legis11/080902einladung.pdf
Für mich steht fest, dass das StuPa-Präsidium absolut korrekt gehandelt hat und die Vorwürfe der GAL gegenüber zumindest zwei Mitglieder des StuPa-Präsidiums jeglicher Grundlage entbehren. Das Agieren der GAL scheint mir eher politischer Natur zu sein, um politisch Andersdenkende in der Öffentlichkeit zu diskreditieren, wie sie es seit einem Jahr auch in ihren verzerrenden StuPa-Berichten praktiziert!
Alle, die sich für die StuPa-Mailingliste-Diskussion oder den neuen AStA interessieren, sind herzlich eingeladen, an der öffentlichen StuPa-Sitzung am 2. September (näheres siehe Einladung im obigen Link) teilzunehmen und sich selbst ein Bild über die Akteure zu machen!
Mit solidarischen Grüßen,
Mathias Kern
StuPa-Parlamentarier für die Juso-HSG Potsdam
28. August 2008 @ 01:36
Hallo Mathias,
deine Vorwürfe sind wie so üblich eine Frechheit und verschwörungstheoretische Unterstellungen.
Die GAL hat ursprünglich lediglich ausdrücklich die Öffnung der Mailingliste gefordert, schlichtweg weil Diskussionen des StuPas den Studierenden zugänglich sein sollen. Darauf gab es die üblichen niveaulosen Antworten aus Koalitionsreihen (über die StuPa-Liste, öffentlich traut man sich sowas ja in der Regel nicht). Und die Diskussion darüber hier in der Öffentlichkeit wurde ja auch irgendwie von dir begonnen, nicht von uns.
Es ist schon amüsant, wie ihr euch Argumentationen zusammenreimt. Da kommt was von Datenschutz. Datenschutz gilt für personenbezogene Daten wie Adressen, Kontonummern usw. Sowas wird niemals über die StuPa-Liste geschickt, das ist einfach albern und vorgeschoben.
Über das StuPa gehen Termine, Hinweise, Fragen, Antworten und politische Meinungen. Die politische Meinung ihrer Vertreter sollte die Studierendenschaft sehr wohl wissen. Dieses gesellschaftliche Interesse überwiegt jedwedes Persönlichkeitsrecht, es geht hier schließlich um gewählte ParlamentarierInnen.
Wenn ParlamentarierInnen hier ihr Persönlichkeitsrecht höher einstufen als das Recht der Studierendenschaft, sich über ihre ParlamentarierInnen in ihrer Arbeit zu informieren, dann finde ich das, wie gesagt, traurig.
Und dann wird noch mit dem Grundgesetz und Grundrechten argumentiert, was Unfug ist, weil Grundrechte vom Staat gewährt werden und nicht von Bürgern untereinander. Aber keine Sorge, dazu schreibe ich noch was.
Dass mit dem Datenschutzbeauftragten ist von den “Akteuren” geschickt eingefädelt. Der Mann kann ja gar nicht wissen, was Inhalt der StuPa-Mailingliste ist, die Antwort. Der Mann darf nun Richter über die Geschicke der Studierendenschaft spielen und weiß es nicht mal. Sicherlich wird er sich mit den Problemen der Studierendenschaft auch ausgiebig und zeitintensiv beschäftigen, um eine in jedem Fall korrekte Antwort an uns zu senden. *ironie*
Die obskure Antwort wird dann zum Gesetz erklärt werden.
Man könnte sich zu den ganzen Fragen auch einfach mal den Text von uns ansehen, in dem auf den Paragraphen 823 BGB verwiesen wird. Dann könnte man sich so einige Fragen selbst beantworten.
Für besagten Text soll ich ja übrigens laut PNN vom Koalitionsmitglied Blénessy angezeigt werden:
http://pnn.de/campus/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-pnn.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/22.08.2008/4238464.pnn#art
Soviel zum jeweiligen Umgang mit Andersdenkenden.
Aber deinem letzten Absatz stimme ich voll zu. Kommt ins StuPa und schaut euch die Akteure an. Wir wollen, dass die Studierenden ihre Vertretung auch mal kennen lernen. Was ja zum Hauptgrund gehört, aus dem wir eine offene StuPa-Mailingliste fordern…
28. August 2008 @ 17:57
Hauptsache Du bist neutral Mathias!
Und diskreditierst keine anderen!
Machst keine Unterstellungen!
Aber fassen wir doch mal zusammen:
-die Stupisten wurden nicht informiert, daß die Liste offen ist
-die Stupisten wurden nicht informiert, daß die Liste wieder zu ist
Aber wie ist das nun, mit meinem INformationsinteresse als Student?
Woher kriege ich die Antworten des Astas auf Fragen der Parlamentarier?
Also die Fragen, die nicht im Protokoll stehen?
Und warum gibt es auf der Webseite der Jusos keine Berichte aus dem Stupa? So ganz neutrale, so welche von Dir, Mathias.
Warum wird der Gal das Schlachtfeld überlassen, sodaß sie einen Propaganda-Vorteil hat? Wo sind die Berichte der ehrlichen anderen Listen?
28. August 2008 @ 17:59
Ach ja und warum finde ich nur das Wahlprogramm von 2007 auf der Juso HP?
28. August 2008 @ 18:25
Vielleicht ein Anflug von Vernunft?
30. August 2008 @ 22:49
[...] begründet, warum es Ende Juli das zuvor öffentliche Archiv der Mailingliste des StuPa geschlossen hat: Nach Kenntnis des StuPa-Präsidiums wurden die Mitglieder des Stupa-Verteiler NICHT davon in [...]
4. September 2008 @ 20:02
Liebe Katharina,
entschuldige bitte die späte Antwort, mir war wegen Beendigung einer Hausarbeit, der Koordinierung der AStA-Koalitionsgespräche und einem anschließenden Praktikum in Nürnberg keine frühere Antwort möglich.
Natürlich bin und kann ich als hochschulpolitisch Aktiver nicht neutral sein, sondern nur parteiisch, ohne Frage. Ich versuche dabei aber so fair wie möglich zu sein, aber schieße dabei evtl. bisweilen auch über das Ziel hinaus. Mitursache hierfür ist, dass ich mit Herzblut bei der von mir ausschließlich ehrenamtlich betriebenen Hochschulpolitik dabei bin.
Durch Deine Reaktion in diesem Forum wurde mir bewusst, dass ich bei meinem Vorwurf an die GAL, dass sie in unterschiedlichen Zusammenhängen Sachverhalte aus politischen Gründen verzerrend wiedergibt, nicht in ausreichendem Maße begründet habe. Daher bin ich Dir dankbar, dass Du mich darauf angestoßen hast.
U.a. war mein Beitrag durch die vorherige Lektüre des GAL-StuPa-Berichts zur Sitzung vom 15. Juli beeinflusst. Mit Verwunderung und auch Verärgerung musste ich feststellen, dass der Juso-HSG bei der einstimmig (inklussive GAL) beschlossenen Verschiebung des Tagesordnungspunktes Wahl der studentischen Verwaltungsratsmitglieder des Studentenwerkes Potsdam von der GAL vorgeworfen wird, diese Besetzungen von der zukünftigen AStA-Koalition abhängig zu machen. Vielmehr wurde die Verschiebung von mir durch den Sachverhalt begründet, dass zum 15. Juli kein/e Interessent/in persönlich anwesend war und nicht einmal Bewerbungsschreibenen vorlagen, welche die Ziele für das etwaige Engagement und die sich dafür interessierenden Personen dargestellt hätten.
Umso überraschter und verärgerter bin ich zudem über diese GAL-Attacke durch die Tatsache, dass ein erfahrener GAL-Vertreter der Juso-HSG in dem gemeinsamen Sondierungsgespräch auf die Wahlpraxis vor zwei Jahren hingewiesen hat, als die damalig über eine dann auch kurzfristig gebildete AStA-Koalition verhandelnden StuPa-Listen GAL(!) und oll ihre VertreterInnen gegenüber den damaligen Juso-HSG-Interessenten (als Vertreter der damailgen Noch-Opposition) durchgesetzt hatten. Erst im Nachhinein versuchte der langjährige GAL-Vertreter zurückzurudern, nachdem ihm offensichtlich die politische Unsinnigkeit des damaligen GAL-Agierens bewusst geworden war, und versuchte die Juso-HSG zu überzeugen, einen GAL und einen Juso-HSG-Vertreter möglichst schon am 15. Juli in den Verwaltungsrat zu wählen. Dies musste ich ablehnen, da wir in der Juso-HSG eine andere Beschlusslage hatten und die Besetzung von der persönlichen Eignung der KandidatInnen und nicht von Listenzugehörigkeiten abhängig machen wollten.
Aber, Katharina, Du hast recht, auch mir erscheint es notwendig, dass die Juso-HSG eigene StuPa-Berichte verfasst, um der GAL-Propaganda nicht weiter das Feld zu überlassen.
Leider hatte ich im letzten Jahr zu wenig Zeitressourcen, da ich nebenbei studieren musste (wie die meisten von uns) und den Fokus der ansonsten mir zur Verfügung gestandenen Zeit auf die interne Juso-HSG-Arbeit gelegt habe. Für mich war es wichtig die notwendigen Vernetzungen sowie die internen Partizipationsmöglichkeiten unserer Mitglieder auszuweiten, zum anderen wollte ich einen schwierigen Transformationsprozess der Juso-HSG, sowohl in personeller als auch inhaltlicher Ausrichtung, moderierend begleiten.
Klarer Schwerpunkt der mir zur Verfügung stehenden Zeit war es, eine Verstetigung der hochschulpolitischen Arbeit der Juso-HSG zu Stande zu bringen, die über mehrere Jahre zum Wohle der Studierenden wirken kann.
Da mir dies zumindest (über Qualität und Ausmaß müssen andere urteilen)in Teilen gelungen ist und ich sehr gute Nachfolger (Janette Kluge, Andreas Schlüter, Martin Seiffert und nicht zu letzt Martin Ahrens) bekommen habe, kann ich nun meinen hochschulpolitischen Fokus anders setzen:
Ich will daher
1) zukünftig meine StuPa-Berichte unter dem Namen “Parteiisch, aber fair!”, sofern von der Juso-HSG gewünscht, über die Juso-HSG veröffentlichen. Zusammen mit den StuPa-Protokollen (die ich dabei als weitere sachliche Quelle angeben will) werde ich auf diese Weise eine Gegenöffentlichkeit zu den bisweilen verzerrenden GAL-Berichten setzen, welche zum Teil schon von langjährig aktiven GAL-Parlamentariern nach eigenen Aussagen nicht mehr gelesen werden!
2) zukünftigen öffentlichen Diskussionen nicht mehr ausweichen und Sachverhalte sowie meine Meinung in einer sachlich korrekten und möglichst fairen Art und Weise kund tun (muss aber ebenfalls von Unbeteiligten beurteilt werden! Ich bin da für Reaktionen sehr dankbar)!
Ansonsten will ich Dir, Katharina, aber auch allen anderen sachlich Mitdiskutierenden (u.a. dem GAL-Mitglied Jörg Schindler) für Euere positiven Beiträge in diesem Forum danken. Einiges ist in die jetzt abgeschlossenen AStA-Koalitionsbildungsgespräche eingeflossen. Wie in der Juso-HSG-Mitteilung angekündigt, sind wir für sachliche Beiträge (z. B. dem GAL-Vorschlag nach einem “Ökologikum” und wie beim gemeinsamen LUST/Juso-HSG-StuPa-Antrag nach einer besseren Essens- und Getränke-Versorgung nach den Mensaöffnungszeiten gezeigt) offen.
Gegenüber persönlichen Diskreditierungen, verzerrenden Sachverhaltsdarstellungen und Agieren gegen die Interessen der Studierenden wird es aber zukünftig sachlich begründetes Kontra, zumindest von meiner Seite, geben!
Mit solidarischen Grüßen,
Mathias Kern
PS: Liebe Katharina, liebe Mitlesende,
das aktuelle, duch verstärkte Einarbeitung vieler Juso-HSG-VertreterInnen sehr umfangreiche und gegenüber 2007 veränderte Wahlprogramm für die Gremienwahlen 2008 kannst Du schon auf der Homepage der Juso-HSG finden, leider aber noch sehr schwer (Homepage wird u.a. wegen dieser Schwächen in ca. einem Monat völlig neu konzipiert sein). Es findet sich momentan noch unter der seitlichen Rubrik “Wahlen 2008″.
Nichtsdestoweniger stimmt Deine Kritik, dass die Homepage der Juso-HSG bis dato suboptimal ist, aber ich verspreche Dir, auch daran arbeiten wir!
Danke für Dein und Euer Interesse an der Potsdamer Hochschulpolitik (bitte gib bzw. gebt den momentan Aktiven eine faire Chance),
Mathias Kern
4. Oktober 2008 @ 00:01
[...] Diese war bis vor drei Monaten öffentlich zugänglich. Mittlerweile hat sich das aber geändert. (Zitrone-1, Zitrone-2, GAL-1, GAL-2, [...]