Juso-Vorsitzender tritt zurück
Nachdem in den letzten Wochen in Sachen Hochschulpolitik nicht viel los war, beginnt das neue Semester gleich mit einem Paukenschlag. Wie Joschka Langenbrinck in einer am Wochenende veröffentlichten Pressemitteilung bekannt gab, tritt er mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Vorsitzender der Juso-Hochschulgruppe zurück. Auch die stellvertretende Vorsitzende Franziska Schillert nimmt ihren Hut und zieht damit, wie Langenbrinck, die Konsequenzen aus dem Ergebnis einer Abstimmung der Juso-Hochschulgruppe, in der sich die Mehrheit für die Beteiligung an einer großen Koalition mit der offenen linken Liste(oll), grün-überparteilichen Liste(gül), wir sind wie du(wisiwidu), idealiste und Die Linke.SDS ausgesprochen hatte. Begründet wird der Rücktritt darin, dass man “keine Verantwortung für linksreaktionäre Politik” übernehmen wolle, die in einem oll-geführten AStA zu erwarten sei. Insbesondere wirft Langenbrinck der oll vor, nur die Interessen ihrer eigenen Wählerschaft und nicht die aller Studierenden zu vertreten.
Da sowohl Joschka Langenbrinck als auch Franziska Schillert ihre StuPa-Mandate wahrnehmen werden, dürften die nächsten StuPa-Sitzungen ziemlich interessant werden, da die große Koalition mit 14:13 Stimmen eine denkbar knappe Mehrheit hat (man erinnere sich an letztes Jahr). Seine erste Bewährungsprobe hat das neue Linksbündnis in der StuPa-Sitzung am nächsten Dienstag, in der endlich der neue AStA gewählt werden soll. Vorausgesetzt, die Befragung der KandidatInnen wird nicht ein ähnliches Scharmützel wie in der vergangenen Legislaturperiode…

