Brandenburg, geführt von einer Regierung, die sich laut Koalitionsvertrag der Priorisierung des Bereiches Bildung und Wissenschaft verschrieben hat, ist bundesweites Schlusslicht bei den Bildungsausgaben pro Kopf. Auch im kürzlich erschienenen „Deutschen Lernatlas“ findet sich unser Land insgesamt auf dem 14. von 16 Plätzen wieder. Im Bereich der Schul- und Hochschulbildung steht nur Bremen noch schlechter da als Brandenburg. Doch anstatt die Bildungsmisere zu bekämpfen, will die Landesregierung im Zuge der Haushaltskonsolidierung auch im Bereich Bildung und Wissenschaft massiv sparen. Dabei sollen den Hochschulen nicht nur die angekündigten 12 Mio. Euro gekürzt, sondern bis zu weitere 15 Mio. aus dem Hochschulpakt vorenthalten werden. Solche Kürzungen sind für uns nicht akzeptabel.
Bildung ist die Zukunft unseres Landes. Diesen Umstand muss auch die brandenburgische Landesregierung endlich erkennen. Es ist nicht hinnehmbar, dass Brandenburg sich seine eigene Zukunft sowie die seiner Jugend wegrationalisiert und kaputtspart.
Die Auswirkungen der Kürzungen sind katastrophal. Der Hochschulbereich kann nicht einfach proportional schrumpfen. Die Unis haben in großer Zahl neue Studierende aufgenommen. Die kurzfristigen Kürzungen heißen weniger Geld für jeden Studierenden. Das bedeutet, dass der Mangel an Lehrpersonal und Lehrmitteln jedes verwaltbare Maß übersteigt. Junge Akademiker*innen werden weiterhin dazu verdonnert sein, unter prekären Bedingungen Lehre zu leisten.
Wir sprechen uns daher in aller Klarheit gegen Kürzungen im Bildungs- und Wissenschaftsbereich aus. Gemeinsam mit den anderen Hochschulgruppen fordern wir mehr Investitionen in Bildung und Wissenschaft, das Einlösen der Versprechungen im rot-roten Koalitionsvertrag und ein zukunftsfähiges Bildungskonzept der Landesregierung.
