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Aus FSR Politik + Verwaltung
Studienreform
Evaluation der Bachelor-Studiengänge
Hier wollen wir so schnell wie möglich die eine erste Evaluation der neuen Studiengänge durchführen, um Probleme gleich zu Beginn zu lösen. Dafür soll in der nächsten Zeit ein Fragebogen entwickelt werden.
Schlüsselqualifikationen
Wir denken, dass es in dieser Hinsicht noch viiiieeeeel zutun gibt, und haben unsere Arbeit in folgende Bereiche aufgeteilt:
1. Fakultätsabstimmung und Kooperation mit Uni-Gremien: Dafür bin ich (Conni, connishu@yahoo.com) zuständig, weshalb ich auch gerade diese Mail hier schreibe. Wir wollen nämlich, dass ihr alle mitmacht, und das Wichtigste dabei ist, dass wir jetzt nicht alle unsere eigene kleine Schlüsselquali-Truppe aufmachen, sondern unsere Gruppe für euch öffnen und erstmal untereinander koordinieren. Das würde nämlich sonst dazu führen, dass wir alle die gleichen Gremien und Personen mit den gleichen Dingen nerven würden. Wer Interesse hat, meldet sich also bitte bei mir, und wir erarbeiten zusammen einen Termin für unsere nächste Sitzung. Fachschaftsübergreifende Kooperation beinhaltet Sitzungen des LSK und Infos über Gremien wie den Prüfungsausschuss, AStA, andere Fachschaften (d.h. IHR) und was uns sonst so über den Weg läuft.
2. Sprachenzentrum: Die Sauerei, dass man für die Schlüsselqualifikation im Sprachbereich was zahlen muss, ist zwar bekannt, aber nicht akzeptabel. Da wollen wir was gegen tun. Zuständig ist Benedikt Wiesner (Benni), (benedikt.wiesner@gmx.de).
3. Zusatzzertifikat: Interdisziplinäre Geschlechterstudien: Zuständig ist Valeria Haasis (Vali), (valeriahaasis@web.de). Halten wir für eine sehr wichtige Disziplin, die beibehalten werden soll. Das Lehrangebot für Schlüsselqualifikationen soll ausgewiesen werden, während das Zusatzzertifikat wegfällt; dieses wollen wir retten. Die Aufnahme von anderen Zusatzzertifikaten ist auch anvisiert, die vielleicht fakultätsübergreifend angeboten werden sollen.
4. Zeik und Erstis: Wir sprechen mit der ZEIK, um den Stand der modularisierten Lehrveranstalungen zu erfahren; der muss den Anforderungen erstmal entsprechen, damit sich die Bachelors überhaupt dafür entscheiden können. Wie was wo festgelegt wird, wollen wir mitgestalten. Ansprechperson ist Elisabeth Fangmeyer (Eli), (e.fangmeyer@gmx.de). Da sie Tutorin ist, wird sie sich auch mit den Problemen der Erstibachelors befassen.
Arbeitsgruppe zur Zukunft der Diplom- und Magisterstudiengänge Politik- bzw. Verwaltungswissenschaft
Hier wollen wir uns darum kümmern, dass das Lehrangebot nicht noch schlechter wird und alle anderen Probleme lösen, die mit dem Auslaufen auftreten können.
Neue Bachelor- und Masterstudiengänge ab WS 06/07
Schon zum Wintersemester 2006/2007 werden in den Fächern Politik- und Verwaltungswissenschaft Erstsemester nur noch in den neu eingerichteten Bachelor- und Masterstudiengänge immatrikuliert werden. Die Diplom- und Magisterstudiengänge werden in den nächsten Jahren auslaufen. Aber keine Angst: Selbst die Studierenden, die jetzt ins 2. Fachsemester kommen, werden noch bis zu 2 Jahre nach ihrer Regelstudienzeit ihr Studium beenden können.
Der Fachschaftsrat hat versucht die Ausarbeitung der neuen Studiengänge konstruktiv zu begleiten. Aufgrund der in diesem Fall wenig ausgeprägten Kooperationsbereitschaft der Professoren ist ihm dies leider nur teilweise gelungen. Die vorläufigen Studien- und Prüfungsordnungen der zum WS 06/07 neu eingerichteten Bachelor- und Masterstudiengänge könnt ihr im folgenden als PDF-Datei einsehen.
- vorläufige Studien- und Prüfungsordnung BA Politik+Verwaltung
- vorläufige Studien- und Prüfungsordnung MA Politikwissenschaft
- vorläufige Studien- und Prüfungsordnung MA Verwaltungswissenschaft (Public Policy & Management)
Neuer Bachelor-Entwurf (Dezember 2005)
Der FSR hat einen neuen Entwurf für einen Bachelor Politikwissenschaften ausgearbeitet, der als Diskussionsgrundlage mit den Profs in der Kommission zur Einführung der Bachelor / Master-Studiengänge an der WiSo-Fakultät dienen soll.
Über Fragen, Anregungen, Verbesserungsvorschläge und alle sonstigen Komemntare von Euch würden wir uns tierisch freuen (fsr-powi@vefa.uni-potsdam.de). Der Bachelor wird zwar keinen der jetzigen Studis betreffen, aber wer daran interessiert ist was mit der Flut an Studenten nach uns passiert, sollte sich das mal anschauen.
Bachelor-Studiengang Sozialwissenschaften (Mai 2005)
Der FSR hat Ideen für einen Bachelor Sozialwissenschaften gesammelt. Unser Entwurf als PDF (25 Kb) oder Word (112 Kb) Datei.
Rückmeldungen oder gern auch Hintergrund- oder Verständnisfragen bitte an uns (fsr-powi@vefa.uni-potsdam.de)
Die Lehrsituation des Fachbereichs
Offener Brief an Rektor und Dekan
An Herrn Prof. Dr. Wolfgang Loschelder
Rektor der Universität Potsdam
und Herrn Prof. Dr. Detlev Hummel
Dekan der WiSo-Fakultät der Universität Potsdam
Potsdam, 08. Juni 2005
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wolfgang Loschelder,
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Detlev Hummel,
der Fachschaftsrat Politik und Verwaltung bittet Sie als Verantwortliche dafür, dass der geregelte Ablauf der Lehre gesichert bleibt, dringend um Ihre Unterstützung.
Die Zustände in unserem Fachbereich sind nicht mehr tragbar. Wir möchten das vordergründig an folgenden Punkten erläutern.
- Es ist für die Studierenden der Politik- und Verwaltungswissenschaften sowie der Soziologie Pflicht, eine Vorlesung und ein Seminar "Methoden der empirischen Sozialforschung" (genannt Methoden 1a) zu besuchen. Dieser Kurs muss eigentlich im zweiten Semester belegt werden, da auf ihn weitere Methodenkurse, die teilweise ebenfalls Pflichtveranstaltungen sind, aufbauen. Leider ist es vielen Studierenden jedes Semester wieder nicht möglich, diesen Kurs zu besuchen. Die Anmeldung verläuft ausschließlich online und beginnt um 9:00 Uhr. Um 9:03 Uhr sind die Kurse bereits alle ausgebucht, viele Studierenden bleiben dabei auf der Strecke. Das führt vielfach dazu, dass sich das Studium verlängert, weil aufgrund der langen Wartezeiten für einen Kursplatz die Zwischenprüfung nicht mehr rechtzeitig abgelegt werden kann. Zu Semesterbeginn gab es für die 124 zur Verfügung stehenden Plätze bis zur vorzeitigen Schließung der Warteliste 248 Anmeldungen. Bei den Seminaren zu "Methoden der empirischen Sozialforschung 1b" stellt sich die Situation ähnlich dar.
- Zwei von fünf politikwissenschaftlichen Kernbereichen sind nahezu nicht mehr in der Lage, Seminare anzubieten oder Prüfungen abzunehmen.
Seit 1999 ist der Lehrstuhl "Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland" nicht besetzt, sondern wurde in unterschiedlichen Abständen von verschiedenen Dozenten vertreten. Nach dem langwierigen Berufungsverfahren, steht nun in Aussicht, dass Herr Götz den Ruf nach Potsdam annimmt. Das kann allerdings noch solange kippen, bis der Vertrag von allen Beteiligten unterschrieben ist. Selbst wenn Herr Götz den Ruf nach Potsdam annimmt, kann er wohl frühestens zum Sommersemester 2006 kommen, da die Kündigungsfrist der Universität, an der er bisher lehrt, für ein Wechseln zum Wintersemester bereits verstrichen ist. Herrn Dr. Borchert, der den Lehrstuhl derzeit vertritt, ist aber nur bis zum Sommer und auch nur sehr kurzfristig verlängert worden. Damit hängt der Bereich "`Regierungssystem"' für das kommende Wintersemester völlig in der Schwebe. Darüber hinaus gibt es an diesem Lehrstuhl nur noch eine einzige wissenschaftliche Mitarbeiterin; andere Stellen wurden dieses Semester nicht besetzt. Lehrveranstaltungen des Lehrstuhls konnten so erst kurz vor Semesteranfang festgelegt werden. Hinzu kommt, dass die meisten Lehrveranstaltungen von externen Dozenten gehalten werden.
Herr Prof. Dr. Döring, Inhaber des Lehrstuhls "Analyse und Vergleich politischer Systeme" emeritiert zum Wintersemester. Obwohl dies seit Jahren bekannt ist, hat bisher noch keine Ausschreibung für diesen Lehrstuhl stattgefunden, um seine Nachfolge zu sichern. Es erscheint uns einleuchtend, dass es sinnvoll sein mag, die inhaltliche Ausgestaltung dieses Lehrstuhls an die Besetzung des Regierungssystems-Lehrstuhls zu knüpfen. Allerdings erscheint uns die Aussicht auf einen weiteren "kopflosen" Lehrstuhl und weitere Semester des ständigen Wechsels der Vertretungen als das größere Übel und daher ist die Wiederbesetzung aus unserer Perspektive prioritär. Daher sollte die Ausschreibung für diesen Lehrstuhl so schnell wie möglich vorgenommen werden.
Damit sind zwei von fünf politikwissenschaftlichen Kernbereichen quasi nicht mehr existent. Abgesehen davon, dass unter dieser Situation massiv die Qualität und Quantität des Studiums leidet, wissen die Studierenden aufgrund der personellen Diskontinuität inzwischen gar nicht mehr, bei wem sie sich noch prüfen lassen sollen. Viele angehende Diplomanten sehen sich gezwungen, ihr Studium um ein Semester zu verlängern, nur um mögliche Prüfer kennenzulernen. Gleichzeitig führt diese personelle Mangelsituation dazu, dass für viele der Lehrenden aufgrund der damit steigenden Prüfungsaufkommen für die verbliebenen Dozenten die Grenze der Belastbarkeit weit überschritten ist. In dieser katastrophalen Situation wirkt die anscheinend willkürliche Streichung von etlichen Stellen wissenschaftlicher Mitarbeiter wie eine Farce. Die von der Universitätsleitung verhängte Wiederbesetzungssperre trifft an unserer Fakultät mehrere Lehrstühle. Unseren Eindrücken nach ist die WiSo-Fakultät in der letzten Zeit bereits im besonders starken und überproportionalen Maße von der Streichung von wissenschaftlichen Mitarbeiterstellen betroffen gewesen. Insgesamt ist unser Fachbereich daher immer weniger in der Lage ein ausreichendes Lehrangebot zur Verfügung zu stellen.
Die Bibliothek der Uni Potsdam ist seit langem unterfinanziert. Studierenden unseres Fachbereichs ist es nicht mehr möglich, sich anhand der in der Uni-Bibliothek vorhandenen Literatur adäquat auf Referate, Hausarbeiten und andere Prüfungen vorzubereiten. Der Fachschaftsrat kann es unter diesen derzeit unzumutbaren Studienbedingungen nicht verantworten, das Studium an der Universität Potsdam noch an Studierwillige weiterzuempfehlen.
Sehr geehrter Herr Prof. Loschelder, sehr geehrter Herr Prof. Hummel, wir bitten Sie inständig, in dieser Angelegenheit tätig zu werden. Uns ist klar, dass nicht alle diese Probleme von Ihnen selbst lösbar sind. Wir halten es allerdings für dringend erforderlich, dass Sie alle möglichen Schritte auf Universitätsebene veranlassen, die hierbei Abhilfe schaffen können und bitten Sie andererseits hinsichtlich der Punkte, die nicht in ihrer Macht stehen, mit dem MWFK in Verbindung zu treten um eine schnellstmögliche Lösung für diesen unhaltbaren Zustand zu finden.
Über eine Rückantwort auf unser Schreiben, verbunden mit Ihrer Vorgehens- und Sichtweise in dieser Angelegenheit würden wir uns sehr freuen.
In der Hoffnung auf eine baldige Antwort verbleiben wir
mit freundlichen Grüßen,
Ihr Fachschaftsrat Politik/Verwaltung an der Universität Potsdam
Teilnahmebegrenzungen in den Seminaren
Zu wenig Lehrkräfte, zu wenig Veranstaltungen, zu kleine Räume, zu viele Studierende – das ist kurzgefasst die aktuelle Situation unseres Fachbereiches. Um in den Seminaren produktiv arbeiten zu können, sind kleine Gruppen optimal. Deshalb haben sich immer mehr DozentInnen dazu entschlossen, maximale TeilnehmerInnenzahlen für ihre Seminare festzulegen. Ist das eine Lösung?
Der AStA ist der rechtlichen Seite dieses Themas nachgegangen und hat ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben. Dieses besagt, dass Teilnahmebegrenzungen unzulässig sind (nachlesen kann man die Ergebnisse des Gutachtens auf den Seiten des AStA). Wer von der Teilnahme an einem Seminar ausgeschlossen wurde, kann sich also wehren. Ist das eine Lösung?
Zur Zeit werden Teilnahmebegrenzungen mit verschiedenen Methoden durchgeführt. Bei einigen Seminaren muss man sich anmelden, und wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Dieses Verfahren bevorzugt Studierende mit schnellem Internetanschluss. Das ist sicher keine Lösung. Aber welche Kriterien sind denn fair? Sollen ältere Semester Vorrang bekommen, damit sie ihr Studium abschließen können, oder doch eher jüngere Semester, die vielleicht viel zielstrebiger sind als die „Langzeitstudierenden“. Sollen Mütter bevorzugt werden oder Bafög-EmpfängerInnen oder Studis, die in vorhergehenden Seminaren die besten Leistungen erbracht haben?
Andere Seminare weisen schon von vornherein darauf hin, dass die Teilnahme unter der Voraussetzung steht, einen Leistungsschein zu erwerben. In unserer Studienordnung steht, dass pro Semester 20 SWS absolviert werden sollen. Allerdings müssen viel weniger Stunden bei der Anmeldung zu Prüfungen in Form von Leistungsscheinen nachgewiesen werden. Offensichtlich hielten die ErschafferInnen der Studien- und Prüfungsordnungen in unserem Fachbereich es für unmöglich, alle 20 SWS pro Semester mit Leistungsscheinen abzuschließen. Trotzdem ist eine breite Orientierung im Studium durch diese Stundenanzahl vorgegeben. Ist also eine Beschränkung auf Leistungsscheine eine Lösung?
Eine weitere Methode zur Senkung der TeilnehmerInnenzahlen ist die Erhöhung der Anforderungen. Nun, dieses klingt ja zunächst nicht schlecht, denn wer sträubt sich schon gegen ein niveauvolles Studium. Jedoch sind die zusätzlichen Anforderungen oft Fleißarbeiten, zeitaufwendig aber nicht unbedingt inhaltlich anspruchsvoll, denn das würde aufwendige Korrekturen nach sich ziehen. Zudem ist wirklich zu fragen, ob die Vergleichbarkeit zwischen dem Aufwand für verschiedene Seminare noch gegeben ist. Also, auch keine Lösung?
Der Fachschaftsrat spricht sich aus diesen Gründen gegen Teilnahmebegrenzungen aus. Dies soll nicht als Schikane gegen DozentInnen oder Studierende gewertet werden. Es gibt zum einen kein faires System zur Auswahl der TeilnehmerInnen. Weiterhin meinen wir, dass den Studierenden nicht die Möglichkeit genommen werden sollte, über den Tellerrand hinauszuschauen. Studium soll immer noch mehr sein können als Leistungsscheine sammeln! Letzlich stellen Teilnahmebegrenzungen sicherlich eine einfache Lösung des Problems der Unterfinanzierung der Uni dar, die richtige Lösung ist es jedoch sicherlich nicht.
Nachhaltig lösen kann man das Problem der überfüllten Seminare unserer Meinung nach nicht durch Teilnahmebegrenzungen, sondern nur durch mehr Lehrkräfte und eine bessere finanzielle Ausstattung der Fakultät. Dieses liegt in der Verantwortung des Landes Brandenburg.